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+++ Februar 2014: Aktuelle Messungen ergeben weiterhin leicht rückläufigen Verkehr in Bermatingen +++ Durchschnittlicher täglicher Verkehr derzeit bei 10.500 Fahrzeugen pro Tag +++ Nur ungefähr die Hälfte des von Modus Consult prognostizierten und auf 2014 interpolierten Verkehrs +++ Ortsumfahrung wegen seit 2005 rückläufigem offiziell gemessenem Verkehrsaufkommen von Jahr zu Jahr immer unsinniger +++ Finanzierung offener denn je +++ Frühestens 2015 neue Planauslegung +++

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Aus der Denkschrift zum Straßenbau im Bodenseekreis

Zum Thema „Hinterland-Trassen“ : Es gibt bereits eine „Transit-Hinterlandtrasse aus Bundesstraßen“. Es ist die B31 ab Freiburg, vorbei an Donaueschingen, die A81 kreuzend über die Bundesstrassen B311/B312 ( Tuttlingen – Meßkirch – Herbertingen – Riedlingen ) nach Ulm/Memmingen. Der forcierte Ausbau dieser Route war u.a. in der letzten Legislaturperiode Bestandteil der Koalitions-vereinbarung zwischen CDU und FDP im Land. Sehen Sie doch mal auf eine Karte, die mehr als den Bodenseekreis zeigt und treten innerlich drei Schritte zurück : wo wird ein verantwortungsbewußter Verwaltungsbeamte oder Verkehrspolitiker das knappe Geld einsetzen? In den Ausbau eines vorhandenen Straßenzuges oder in die noch nicht einmal baureif geplanten und bei den Verwaltungsgerichten ausgestrittenen Neubau-Trassen des Bodenseekreises ? Die Fakten sprechen für sich. Dieser Straßenzug wurde und wird kontinuierlich und zügig ausgebaut ( z.B. mit Wanderbaustellen zur Dreispurigkeit der B31 zwischen Freiburg und Engen; die zwei fertigen Dögginger B31-Tunnel; der 950m-Tunnel im Süden von Tuttlingen, der die B311 und B14 bündelt; die leistungsfähige Umfahrung des kleinen Dorfes Neuhausen ob Eck plus in der realen Bauplanung weitere Ortsumfahrungen auf dieser Linie wie aktuell Herbertingen. Und vor Erbach, südwestlich Ulm wird die kurze hochwirkungsvolle OU mit Anbindung der B311 an die autobahnähnliche B30 Biberach-Ulm geplant. )

Staatssekretär Köberle 2010 bei einer CDU-Veranstaltung in Bermatingen : „Wenn BW noch jemals eine Autobahn bauen würde, dann zuerst die von Ulm nach Freiburg!“

Leider leiten Navigationssysteme unkundige Fernreisende und die Transitfracht ab Engen immer noch weiter nach Süden auf die oft überlastete B31/E54 am Bodensee entlang ( Übrigens auch zum ausgesprochenen Bedauern der Straßenplaner im RegPräs Tübingen, die keinen Einfluss auf die Routenempfehlung der Navigationsgeräte nehmen können. ). Es geht in unserer Argumentation hier nicht um den berüchtigten St. Florian (.... schon´ mein Haus, zünd´ andere an“.), sondern um einen zu favorisierenden, anerkannt sinn- und wirkungsvollen West-Ost-Korridor für eine solche Transit-Trasse für Schwerverkehr im Südwesten von BW zwischen Freiburg und Ulm/Memmingen, den schon 1992 eine von unseren vier Regionalverbänden in Auftrag gegebene Studie bei Bender&Stahl, Stgt. beschrieb, als die Bodenseeautobahn A98 endgültig zugrabe getragen war. Diese Studie wurde im gleichen Jahr vom RegPräs in Pfullendorf vorgestellt und zum Ausbau empfohlen.

Der Bundesstraßenzug B311 ist im Gegensatz zu den B31-Torsi am See bereits durchgängig befahrbar und der weitere Ausbau incl. der B312 Richtung Memmingen/München steht im vordringlichen Bedarf.

 

 

 

Es ist bei weitem nicht so, dass die B31 am See entlastet wird, wenn es im Hinter-land die „Hinterland-Trasse aus verknüpften Ortsumfahrungen“ gibt. Die Kundigen und der regionale Gewerbeverkehr werden möglichst diese Route fahren und der Transit-Schwerverkehr verbleibt auf der Europastraße E54 am See. Jede Ost-West-„Verbesserung“ der Leistungsfähigkeit wird sofort vom Transit angenommen. Damit verschiebt sich auf der B31 am See das Verhältnis der PKWs zu schweren LKWs – und die Uferorte und die Tourismusbranche erfahren das Gegenteil einer Entlastung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Richtig übel würde sich die „Hinterland-Trasse aus verknüpften Ortsumfahrungen“ auf Landschaft und Bewohner erst auswirken, wenn zur Entlastung des Uferberei-ches der Schwerverkehr zwischen FN und ÜB dorthin umgeleitet würde. Bei genauem Hinsehen wurden die Ortsumfahrungen mit ihrem Regelquerschnitt nämlich genauso leistungsfähig ausgelegt wie die bestehende B31 am See. Die Transitflut und der induzierte Verkehr würden nochmals zunehmen, weil beide wie Wasser jede mögliche Route annehmen.

Auch der Schwerverkehr Ravensburg-Überlingen könnte beim Bau einer OU Urnau zulasten des Hinterlandes besser umgeleitet werden. Man beachte die L204 durch das Deggenhausertal, die nach ihrem westlichen Ausbau im Raum Salem bereits +45% Zusatzverkehr mit überproportionalem Schwerverkehrszuwachs bekam.

Damit unsere Landschaft und das vorhandene Straßennetz vom Transit nicht überrollt werden, soll der Bestand auch so bleiben. Es dürfen – wenn über-haupt – für den Regionalverkehr ausschließlich noch Arrondierungen im Sinne von „Ausbau vor Neubau“ vorgenommen werden. Zur Reduzierung des Erhaltungsauf-wandes muß auch endlich mal über Rekultivierungen gesprochen werden. Straßen haben wir anerkanntermaßen hier schon im Überfluß.“Neubau nicht ohne Rückbau“!

 

Es gibt noch eine unangenehme Festlegung seitens des RegPräs zulasten unserer Hinterland-Dörfer : Eine bestehende Großraum-/Schwergut-Trasse auf der L205 soll - entgegen der Planungsvorgabe an Straßenbauer - weiterhin durch die Orte führen, auch wenn die Ortsumfahrungen gebaut würden. ( Diese Großraum- / Schwergut-Trasse ist für 6 Meter Lichtraum, 80 Tonnen Last und ca. 35 Meter lange Tieflader freizuhalten. ) Damit wäre ein qualifizierter, bürgerfreundlicher Rückbau in den Orten nicht möglich und ohne Verkehrslenkung könnten LKWs auch mit Ortsumfahrungen noch durch die Orte fahren.

Juni 2011, Bob Jürgensmeyer,

Mitglied bei den Vereinigten Verkehrsinitiativen im Bodenseekreis, VVB