News Ticker

+++ Februar 2014: Aktuelle Messungen ergeben weiterhin leicht rückläufigen Verkehr in Bermatingen +++ Durchschnittlicher täglicher Verkehr derzeit bei 10.500 Fahrzeugen pro Tag +++ Nur ungefähr die Hälfte des von Modus Consult prognostizierten und auf 2014 interpolierten Verkehrs +++ Ortsumfahrung wegen seit 2005 rückläufigem offiziell gemessenem Verkehrsaufkommen von Jahr zu Jahr immer unsinniger +++ Finanzierung offener denn je +++ Frühestens 2015 neue Planauslegung +++

Wer ist online ?

Wir haben 48 Gäste online

Archiv

JW Media Player

You must have Flash Player installed in order to see this player.

Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates
PDF Drucken E-Mail

 (Ausgabe vom 17.07.2009)

Bürger diskutieren Für und Wider

BERMATINGEN - Viel Infos hat es beim Treffen der Bürgerinitiative Bermatingen-Ahausen zur geplanten Ortsumfahrung gegeben.  Derzeit liegen die Pläne im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens im Rathaus von Bermatingen aus. Etwa 120 Bürger waren   gekommen, um Neues über die geplante Ortsumfahrung Bermatingen zu erfahren.

 Erfreulich an diesem Abend: Gegner und Befürworter der Straße können sachlich miteinander diskutieren und die Argumente austauschen. Kritik gab es an der Gemeindeverwaltung. So erwarteten Bürger, dass die Gemeinde über die Straßenpläne informiert. Auch hätten die betroffenen Grundstückseigentümer über die Planauslegung informiert werden sollen. Es habe keine Unterstützung bei der Einsichtnahme in die sechs Ordner gegeben, beklagten andere.

Weiterlesen...
 
Mehr als 2000 Einwendungen liegen vor PDF Drucken E-Mail


(MARKDORF/sz) Mehr als 2000 Einwendungen haben Aktionsgemeinschaft Südumfahrung, BUND Markdorf, Interessengemeinschaft Verkehrsneuplanung Ittendorf, Pro Kluftern und Bürgerinitiative Bermatingen/Ahausen gesammelt und gestern im Technischen Rathaus in Friedrichshafen abgegeben.

"Wir sind total überrascht, dass mehr als 2000 Einwendungen zusammengekommen sind, soviel haben wir nicht erwartet", freute sich Franz Beer vom BUND. Er wendet sich gegen den Vorwurf undemokratischen Verhaltens. Die bindende Wirkung des Bürgerentscheids sei nach drei Jahren abgelaufen, der Entscheid binde die Verwaltung, aber nicht die Bürger. Das jetzige Planfeststellungsverfahren sei ein juristisches Verfahren, in dem die Bürger aufgerufen seien, Einwendungen zu erheben, zudem lebe die Demokratie vom Konflikt.

Besonders fleißig hat Pro Kluftern gesammelt: Hier gab es 1111 Einwendungen gegen die Markdorfer Südumfahrung. Das sind rund 44 Prozent der Wahlberechtigten in dem Häfler Ortsteil. Dabei seien die Einwendungen, die von den Bürgern direkt zum Regierungspräsidium gesandt wurden, nicht enthalten, erklärte Adelbert Kühnle von Pro Kluftern. Die Bürgerinitiative kritisiert die Zerschneidung des Naherholungsgebietes durch die geplante Straße und die Zerstörung der guten Lebensqualität besonders im Ortsteil Lipbach.

Mehr als 210 Einwendungen hat die Interessengemeinschaft Verkehrsneuplanung Ittendorf im westlichen Ortsteil von Markdorf gesammelt, damit lehnen etwa 45 Prozent der dortigen Wahlberechtigten die Straßenplanung ab. "Wir haben jetzt schon genug Verkehr. Wenn die Südumfahrung kommt, kommen täglich noch über 5000 Fahrzeuge hinzu", begründete Heinrich Wegis die Ablehnung. Besonders enttäuscht seien die Ittendorfer, da von den Versprechungen zur Verkehrsentlastung aus dem Vorfeld des Bürgerbegehrens bisher nichts zu sehen sei, fügte Fritz Käser hinzu.

In Markdorf wurden rund 700 Einwendungen bei der Aktionsgemeinschaft Südumfahrung abgegeben, berichtete Bernhard Lang. Etwa ein Drittel der Einwendungen wurden von den Unterzeichnern mit eigenen Argumenten, Hinweisen und Verbesserungsvorschlägen ergänzt. Spitzenreiter ist Frieder Staerke, dessen Einwendung 44 Seiten umfasst.

Häufiger Kritikpunkt sei die misslungene Anbindung der Südumfahrung an die L 207, berichtete Bernhard Lang. Auch wurde bemängelt, dass Verkehrsprognosen zum alleinigen Bau der Südumfahrung fehlen.

Wenig Verständnis für die Überbringer der Einwendungen hatte gestern die Bundesbahn am Markdorfer Bahnhof. Als die Vertreter der einzelnen Initiativen nicht schnell genug in den Zug Richtung Friedrichshafen einstiegen, schlossen sich die Zugtüren. So musste ein Teil von ihnen mit dem Auto fahren, um die mehr als 2000 Einwendungen gegen die Südumfahrung noch rechtzeitig im Technischen Rathaus zu übergeben.

 
Planfeststellungsverfahren OU Bermatingen startet am 22.6.!!! PDF Drucken E-Mail

(Ausgabe vom 17.06.2009)

Pläne liegen ab Montag im Rathaus aus

 

(BERMATINGEN/sz) Wenige Wochen nachdem das Regierungspräsidium das Planfeststellungsverfahren für die Südumfahrung Markdorf eröffnet hat, ist es jetzt auch in Bermatingen so weit: Die Planunterlagen für die dortige Südumfahrung liegen ab Montag, 22. Juni, im Bermatinger Rathaus aus.

Im Planfeststellungsverfahren zur Südumfahrung Markdorf endet heute die Frist zur Abgabe von Einwendungen. Verschiedene Bürgerinitiativen haben in den vergangenen Wochen rund 1000 Unterschriften von Gegnern und Kritikern gesammelt, die sie heute offiziell übergeben wollen. Da die Gegner unter anderem kritisieren, dass durch die Südumfahrung Markdorf in Verbindung mit der Umfahrung Bermatingen eine neue Hinterlandtrasse entsteht, ist damit zu rechnen, dass sich der Widerstand in den nächsten Wochen in ähnlichem Ausmaß nach Bermatingen verlagern wird. Schließlich sollen die beiden Straßen mit einem Knotenpunkt am Haslacherhof miteinander verbunden werden.

Die Planung sieht vor, dass die Umfahrung als Landesstraße 205 neu westlich von Bermatingen mit einem Kreisverkehr an die bisherige L 205 angeschlossen wird. Von dort aus verläuft die Straße auf einer Gesamtlänge von 4,5 Kilometern südlich unter der Bahnlinie hindurch Richtung Ahausen, schwenkt in südöstlicher Richtung zur Kreisstraße 7749 und führt weiter östlich zur B 33, wo sie auf besagten Knotenpunkt trifft.

Auf der aktuellen L 205 zwängen sich derzeit täglich rund 12 500 Fahrzeuge durch das Nadelöhr Bermatingen. Prognosen gehen davon aus, dass es bis zum Jahr 2020 bereits rund 17 000 Autos und Laster sein werden. Unabhängig davon, wie genau diese Prognose ist, spricht Bermatingens Bürgermeister Martin Rupp davon, dass schon jetzt deutlich zu viel Verkehr durch den Ort rollt. Von der Südumfahrung verspricht er sich einerseits eine enorme Entlastung für die Anwohner, andererseits neue Gestaltungsspielräume für die bauliche Weiterentwicklung des Ortskerns. Denn, so Rupp: "Die Straße zerschneidet den Ort in zwei Teile." Das wird sie zwar auch dann noch tun, wenn die Südumfahrung fertig ist, doch Rupp geht davon aus, dass die Verkehrsmenge sich so weit auf ein verträgliches Maß reduziert, dass sich daraus die Chance ergibt, den Ortskern insgesamt baulich aufzupeppen. Schon allein wegen der Geschäfte in Bermatingen könne es nicht das Ziel sein, den Durchgangsverkehr auf Null zu reduzieren.

Dem Bürgermeister schwebt vor, die Straßenraumgestaltung zu ändern und optisch an die historische Umgebungsbebauung anzupassen und möglicherweise einen neuen Platz zu gestalten, um damit die Aufenthaltsqualität insgesamt zu steigern. Um auch gleich öffentliche und private Gebäude herausputzen zu können, will die Gemeinde versuchen, ins Landessanierungsprogramm aufgenommen zu werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist das alles aber noch Zukunftsmusik. Im Fokus steht zunächst der Bau der Südumfahrung. Wenngleich die Mehrheit der Bermatinger sich 2003 in einem Bürgerentscheid für die Südumfahrung ausgesprochen hat, rechnet Martin Rupp mit zahlreichen Einwendungen. "Es wäre naiv zu glauben, dass es keinen Widerstand gibt", sagt er. Auch wenn er persönlich der Meinung ist, dass mit der vorliegenden Planung eine "sehr gute Lösung" gefunden worden sei, in der alle unterschiedlichen Belange berücksichtigt worden sind, sieht er den Einwendungen der Gegner gelassen entgegen: "Davon lebt die Demokratie."

Trotz des zu erwartenden Widerstands hofft der Bürgermeister darauf, dass 2012 oder 2013 die Bauarbeiten für die Südumfahrung beginnen können. Die Finanzierung steht, und im Gegensatz zu Markdorf muss sich die Gemeinde Bermatingen an den Kosten - rund zehn Millionen Euro - auch nicht beteiligen, da die Umfahrung als Landesstraße gebaut wird, die auch allein vom Land bezahlt wird. In ihrer Finanzplanung hat die Gemeinde allerdings 200 000 Euro für zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen eingestellt.


 
Planer stellen Ortsumfahrung vor PDF Drucken E-Mail
Pressespiegel
(Ausgabe vom 19.03.2009)

Planer stellen Ortsumfahrung vor

In der Gemeinderatssitzung haben Vertreter des Regierungspräsidiums und der Fachbüros die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumfahrung Bermatingen vorgestellt. Rund 30 Zuhörer verfolgten die Ausführungen im neuen Bürgersaal in Ahausen, in dem Gemeinde- und Ortschaftsrat ihre jährliche Sitzung zum ersten Mal abhielten.

Bild: Lärm auf Rädern: Noch dominieren Autos das alltägliche Bild in Bermatingen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat die Öffentlichkeit sich ein Bild von der geplanten Ortsumfahrung machen können.
Bild: Lärm auf Rädern: Noch dominieren Autos das alltägliche Bild in Bermatingen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat die Öffentlichkeit sich ein Bild von der geplanten Ortsumfahrung machen können. 

BERMATINGEN (sto) "Ich finde es gut, dass Bürgermeister Martin Rupp die Öffentlichkeit zur Vorstellung der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren eingeladen hat", sagte André Frank, der als Vertreter des Regierungspräsidiums den planerischen Teil der Ortsumfahrung (OU) vorstellte.

Im Vergleich zu der Planung aus dem Jahr 2005 haben sich nur kleine Änderungen ergeben. Der Korridor, in dem die Ortsumfahrung verlaufen soll, ist durch Schutzgebiete, Altlastgebiete und topografische Gegebenheiten sehr eingeschränkt. Burchard Stocks von der Planungsgruppe Süd und Wolfgang Schettler von der Entwicklungs- und Freiraumplanung Eberhard und Partner haben die Trasse von West nach Ost unter Umweltaspekten, Flora und Fauna, Gewässerverläufen und Schutzgebieten während der Sitzung vorgestellt. Einige Amphibien, Insekten, Vogelarten und Säugetiere, die in dem Bereich der geplanten Straße leben, sind vom Aussterben bedroht und stehen auf der Roten Liste.

Gesamter Artikel
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 Weiter > Ende >>

Seite 3 von 4