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+++ Februar 2014: Aktuelle Messungen ergeben weiterhin leicht rückläufigen Verkehr in Bermatingen +++ Durchschnittlicher täglicher Verkehr derzeit bei 10.500 Fahrzeugen pro Tag +++ Nur ungefähr die Hälfte des von Modus Consult prognostizierten und auf 2014 interpolierten Verkehrs +++ Ortsumfahrung wegen seit 2005 rückläufigem offiziell gemessenem Verkehrsaufkommen von Jahr zu Jahr immer unsinniger +++ Finanzierung offener denn je +++ Frühestens 2015 neue Planauslegung +++

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Ortsumfahrung Neufrach-Bermatingen kostet jetzt 16 Millionen Euro PDF Drucken E-Mail

Salem/Bermatingen / cg Im Stuttgarter Landtag ist am Donnerstag auch über die Ortsumgehung Neufrach-Bermatingen gesprochen worden. Der CDU-Landtagsabgeordneten Ulrich Müller wollte in der Fragestunde wissen, ob die Umfahrung aufgrund ihrer Aufnahme in das Impulsprogramms des Landes nicht in der Priorisierungsliste des Verkehrsministeriums aufgetaucht sei. Zudem wollte er Informationen darüber, wann mit dem Baubeginn der beiden Teilabschnitte zu rechnen sei.

Die parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium, Gisela Splett (Grüne), bestätigte, dass die Umfahrung nicht in die Priorisierungsliste aufgenommen worden sei, weil sie im Impulsprogramm stehe. „Ich kann Ihnen allerdings versichern, dass diese beiden Straßenbaumaßnahmen nach unseren Kriterien nicht in die Liste der priorisierten Maßnahmen gerutscht wären“, entgegnete sie.

700 Einwendungen

Wann mit den Bauarbeiten für die Umfahrung begonnen werde, könne sie nicht sagen: „Das wird man sehen. Beide Maßnahmen haben noch kein Baurecht. Ob sie es erlangen, wird sich zeigen.“ Auf Nachfrage des grünen Landtagsabgeordneten Martin Hahn bestätigte Gisela Splett, dass gegen die Ortsumgehung 700 Einwendungen eingegangen seien: „Offensichtlich wird eine zweite Offenlegung notwendig werden. Diese wird frühestens in der ersten Jahreshälfte 2013 durchgeführt werden können.“

Zudem führte die Staatsekretärin aus, dass die Baumaßnahmen des Impulsprogramms finanziell noch nicht abgesichert seien. Die Kosten für die beiden Umfahrungen in Neufrach und Bermatingen beliefen sich inzwischen auf 16 Millionen Euro: „Eines der Probleme ist, dass diese Maßnahmen im Laufe der Jahre, bis sie wirklich gebaut werden, immer teurer werden.“

In der ursprünglichen Berechnung des Rechnungshofes seien laut Müller allerdings mit zwölf Millionen Euro kalkuliert worden, später seien sie auf 14 Millionen Euro angehoben worden. Der Grund für die deutlich gestiegenen kosten sei laut Gisela Splett die Notwendigkeit einer Grundwasserwanne, die mit sechs Millionen Euro zu Buche schlage. Da allerdings noch kein Baurecht bestehe, könne man noch nicht bis zum letzten Euro vorhersehen, was die Umfahrung Neufrach-Bermatingen letztlich kostet.

Auch die Ortsumfahrung Markdorf sei laut Gisela Splett noch nicht in trockenen Tüchern. „Auch hier haben wir noch kein Baurecht. Das Planfeststellungsverfahren läuft“, sagte sie auf Anfrage von Martin Hahn