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+++ Februar 2014: Aktuelle Messungen ergeben weiterhin leicht rückläufigen Verkehr in Bermatingen +++ Durchschnittlicher täglicher Verkehr derzeit bei 10.500 Fahrzeugen pro Tag +++ Nur ungefähr die Hälfte des von Modus Consult prognostizierten und auf 2014 interpolierten Verkehrs +++ Ortsumfahrung wegen seit 2005 rückläufigem offiziell gemessenem Verkehrsaufkommen von Jahr zu Jahr immer unsinniger +++ Finanzierung offener denn je +++ Frühestens 2015 neue Planauslegung +++

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Anbindung besser, Bedingungen schlechter PDF Drucken E-Mail
Pressespiegel

(Ausgabe vom 12.03.2009)

Bermatingen

Anbindung besser, Bedingungen schlechter

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Es fehlt immer noch, das Wartehäuschen am Bahnhof in Bermatingen. Dafür aber kann die Bahn nichts. Bilder: Keutner
Bermatingen (keu) Gibt es noch eine Chance auf Verbesserung oder ist der Zug in Sachen Bahnhof und Öffentli cher Personennahverkehr abgefahren? Die Förderung des Nahverkehrs hat die Bürgerinitiative Bermatingen-Ahausen im Programm für ein umweltverträgliches Verkehrskonzept. Uwe Gasch, einer der drei gleichberechtigten Vorsitzenden des Vereins, hat die Situation unter die Lupe genommen, die Themen örtlicher Bahnhof, Zugverkehr und Sauberkeit abgeklopft und selbst seine Erfahrungen als Pendler auf Schienen gemacht.

Buchstäblich im Regen stehen gelassen werden die Fahrkartenkäufer: Das im Herbst abgebaute Wartehäuschen hätte schon im Dezember ersetzt sein sollen. Dieses Mal ist die Bahn allerdings nicht daran schuld. Wie Bürgermeister Martin Rupp im Dezember im Gemeinderat mitgeteilt hatte, kämpfe die beauftragte Firma mit Lieferschwierigkeiten. Mit dem neuen Häuschen im modernen Glasdesign sei aber spätestens im Februar zu rechnen, hieß es.

Seit Oktober ist die Lautsprecheranlage defekt. Beschwerden würden weitergeleitet, informierte Gasch, Rückmeldungen habe er nie erhalten. Er beklagte, dass es nicht möglich sei, am Fahrkartenautomaten eine Hin- und Rückfahrkarte für Kinder zu lösen. „Ich habe den Eindruck, dass dies alles der Ortsverwaltung nicht wichtig genug ist.“ Gasch hatte auch einen Verbesserungsvorschlag parat: Die Fahrkartenautomaten im Zug unterzubringen.

Aber es gebe auch Erfreuliches: Bermatingen sei bis Mitternacht wieder stündlich erreichbar, abends gebe es deutlich mehr Sicherheitspersonal und die Verspätungen seien etwas zurückgegangen. Unangenehm seien dagegen verlängerte Fahrzeiten. Bewältigte der Zug im Jahr 2003 die Strecke Bermatingen – Friedrichshafen noch in 16 Minuten, so benötige er inzwischen 22 bis 28 Minuten. Die Verspätungen seien wohl schon mit eingerechnet. So verbringe er aufs Jahr umgerechnet vier Tage länger auf den Schienen. „Das rechtfertigt doch die höheren Preise“, witzelte ein Zuhörer.

Die Fahrt an sich bereite wenig Spaß auf dreckigen, speckigen Plätzen. Wenn Zugbegleiter fehlten, legten die Kunden ihre Füße hemmungslos auf die Sitze und zerkratzten die Scheiben. Dass es auch anders gehe, sehe man auf der privat betriebenen Strecke Friedrichshafen-Aulendorf. „Dort sind Schaffner, die Züge sind sauber und es liegen Tageszeitungen aus.“ Sein Resümee: Vieles ist im Argen und es sei schwierig, Verbesserungen einzuführen. Das sei wohl nur möglich durch eine nachhaltige Einbindung der Kommunalpolitik.

Dr.Uwe Gasch; Vorstandsmitglied der BI Bermatingen-Ahausen e.V

 
Nur neun Prozent der Umfahrungen sind wirkungsvoll PDF Drucken E-Mail
Pressespiegel
(Ausgabe vom 07.03.2009)

Bermatingen

„Nur neun Prozent der Umfahrungen sind wirkungsvoll“

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Edmund Mahler, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative. Foto: Keutner

Herr Mahler, die Bürgerinitiative ist gegen eine Ortsumfahrung. Will sie keine Entlastung für ihre vom Verkehr geplagten Mitbürger, die diesen an der Markdorfer und Salemer Straße täglich ertragen müssen?

Wir sind nicht gegen ein Ortsumfahrung, wenn sie eine wirkliche Entlastung bringt. Dafür benötigen wir jedoch aktuelle Zahlen über den Anteil des Durchgangsverkehrs, denn nur um diesen Anteil kann eine Ortsumfahrung den Ortskern entlasten. Ansonsten zieht man mit einer Ortsumfahrung weiteren Verkehr an.

Eine provokante Aussage. Können Sie dies belegen?

Die Bürgerinitiative stützt sich auf einen SWR-Beitrag. Untersuchungen haben ergeben, dass nur 14 von insgesamt 109 Ortsumfahrungen wirklich wirkungsvoll sind, also nur neun Prozent bringen Entlastung. Der BUND hat mehrere Ortsumfahrungen analysiert und dabei registriert, dass nach deren Verwirklichung der Verkehr um 142 Prozent zunahm.

Nichtsdestotrotz müssen die Bürger innerorts doch von Lärm, Staub und auch Gefahren entlastet werden?

Das kann man auch anders machen. In den Orten, in denen man mit bestimmten Maßnahmen wie Verkehrsinseln, einer Geschwindigkeitsreduzierung und Ausbuchtungen für eine Verkehrsberuhigung gesorgt hat, waren die Fahrer so genervt, dass sie diese Orte schließlich umfahren haben. Auch ein Nachtfahrverbot für Lastwagen mindert Emissionen.

Die Firma Modus Consult prognostiziert mehr Verkehr. Damit wird der Straßenbau begründet. Warum zweifeln Sie diese Zahlen an?

Alle fünf Jahre gibt es amtliche Verkehrszählungen. Denen zufolge sinken die Zahlen seit 1995. Dennoch sagt das Unternehmen eine Zunahme des Verkehrs voraus. Das ist uns unverständlich. Nur auf der B 31 nimmt der Verkehr ganz leicht zu.

Was hat die Bürgerinitiative 2009 vor?

Wir wollen aktuelle Verkehrszahlen anfordern, klagefähige Bürger ermitteln und unterstützen, die Einzelhändler in Bermatingen und Ahausen interviewen, von welchen Erwartungen sie bei einer Ortsumfahrung ausgehen und diese gegebenenfalls korrigieren, Einsprüche formulieren, sammeln und auf den Weg bringen.

Sie haben auch den öffentlichen Personennahverkehr in Ihrem Programm?

Ja. Wir wollen die Mängel abstellen und das Thema in den Kommunalwahlkampf einbringen. Dazu wird es eine Umfrage über die Defizite geben und danach wollen wir Kontakt zur Bahn, der Kreisverwaltung und dem Verkehrsministerium aufnehmen. Im Rahmen des Gemeindeentwicklungsplans wollen wir weiterhin penetrant schnell wirkende innerörtliche Verkehrsentlastungen anmahnen.

Fragen: Christiane Keutner

 
Verkehrskonzept steht bald im Internet PDF Drucken E-Mail
Pressespiegel
(Ausgabe vom 07.03.2009)

Bermatingen

Verkehrskonzept steht bald im Internet

Mit einem verkleinerten Vorstand, aber mehr Mitgliedern geht der Verein „Bürgerinitiative Bermatingen-Ahausen für ein umweltverträgliches Verkehrskonzept“ ins nächste Jahr. Bei der Jahresversammlung im Gasthaus Adler wurden Uwe Gasch, Erhard Karrer und Edmund Mahler zu gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern gewählt.


Der Vorstand des Vereins „Bürgerinitiative Bermatingen-Ahausen für ein umweltverträgliches Verkehrskonzept“, von links: Uwe Gasch, Bernd Umenhoffer, Erhard Karrer und Edmund Mahler. Foto: Keutner

Bermatingen – Mahler berichtete über die Aktivitäten 2008. Die Mitglieder beteiligten sich an Gemeinderatssitzungen, schrieben Briefe an Minister, Bürgermeister und Behörden sowie Leserbriefe an Zeitungen, äußerten sich in Blogs, sammelten Informationsmaterial und werteten es aus, legten Einsprüche gegen bestimmte Straßenbauvorhaben ein, bastelten am Internetauftritt. Sie zählten selbst den durch Bermatingen fließenden Verkehr, nahmen an diversen Veranstaltungen wie zur geplanten Ansiedelung der MTU in Kluftern teil, schlossen sich mit Gleichgesinnten zur Vereinigten Verkehrsinitiative Bodenseeregion zusammen und verfolgten Entscheidungen, die ihrer Meinung nach den Verkehr über die von ihnen so genannte „Hinterlandtrasse aus verknüpften Ortsumfahrungen“ leiten soll, die nach Ansicht der Bürgerinitiative die Landschaft mit weiterem Straßenbau ruinieren werde.

Diese erläuterte Mitglied Bob Jürgensmeyer. Sie beginnt mit der L 200 am Andelshofer Weiher, führt über die Lippertsreuter Kreuzung, Rickenbach, Salem-Stefansfeld, Ortsumfahrungen Neufrach, Bermatingen, Markdorf, Kluftern mit Anschluss an die B 31 Friedrichshafen West. Ab Neufrach bestünde die Hinterlandtrasse quasi schon, die von offizieller Seite jedoch vehement bestritten werde.

Nur der erste Abschnitt von der Tierheimkreuzung zum Andelshofer Weiher sei planfestgestellt und baureif. Zum Glück der Bürgerinitiative seien wegen zweier Klagen aus Kluftern und einer vom BUND beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim die Maßnahmen nicht ins Konjunkturprogramm II aufgenommen worden. Als rechtswidrig bezeichnete er die Verfahren mit wechselnden Straßenbauträgern, wie sie in keiner übergeordneten Planung vorgesehen sei.

Die gesamte Problematik soll auf einer Homepage im Internet dargestellt und so einer breiteren Öffentlichkeit nahegebracht werden. Uwe Gasch und Karsten Küpfer erstellen sie, Edmund Mahler und Bob Jürgensmeyer sorgen für den redaktionellen Teil. Er umfasst Kartenmaterial, sehr viele Informationen, Diagramme und einen Blog, in dem man Pro und Contra diskutieren kann. Es werden außerdem Straßenbauprioritäten im Zuge des Konjunkturprogramms vorgestellt und die Bürgerinitiative präsentiert sich. Heinrich Bühler befand die Seiten für sehr wertvoll und die Mitglieder beschlossen, sie gegen einen monatlichen Obolus demnächst ins Internet einzustellen.

Die Bürgerinitiative kann sich auf ein kleines Plus stützen, wie Kassierer Bernd Umenhoffer bekanntgab.

Beim nächsten Treffen am 19. März im „Gasthaus Frieden“ in Ahausen wollen die Mitglieder die künftigen Vorhaben detailliert besprechen.

 
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