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+++ Februar 2014: Aktuelle Messungen ergeben weiterhin leicht rückläufigen Verkehr in Bermatingen +++ Durchschnittlicher täglicher Verkehr derzeit bei 10.500 Fahrzeugen pro Tag +++ Nur ungefähr die Hälfte des von Modus Consult prognostizierten und auf 2014 interpolierten Verkehrs +++ Ortsumfahrung wegen seit 2005 rückläufigem offiziell gemessenem Verkehrsaufkommen von Jahr zu Jahr immer unsinniger +++ Finanzierung offener denn je +++ Frühestens 2015 neue Planauslegung +++

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Mit Fotos, Montagen und Karten hatte die Bürgerinitiative den Verlauf der Straße plastisch dargestellt und die Dimensionen der damit verbundenen, landschaftsbeeinträchtigenden Brücken mit über fünf Metern Höhe sichtbar gemacht.

Uwe Gasch stellte den Trassenverlauf vor. Um zum Wertstoffhof zu gelangen, müsse man eine Schleife durch den gesamten Ort fahren, brachte er die Leute zum Lachen. Der Kreisverkehr werde so groß wie der in Neufrach. Der Rückbau der Straße durch Bermatingen werde dadurch behindert, dass die Schwerguttrasse (6,60 Meter Querschnitt, 80 Tonnen, 25 Meter lange Tieflader) im Ort bleiben soll.

Bob Jürgensmeyer: „In diesem Bereich werden 22 000 Kubikmeter mooriger Boden ausgetauscht. Sechs Prozent beträgt die Steigung auf der Fußgängerrampe nach Ahausen, das ist für ältere Radler zuviel.“ Er fürchtet, dass der Bermatinger Bach bei Hochwasser das Gebiet südlich der Straße überschwemmt und bei einer Havarie das Trink-wasser gefährdet ist. Die auf dem bis zu drei Meter hohen Damm geführte Straße verriegele Richtung Annenberg den so wichtigen Kaltluftabfluss. Das wirke sich negativ auf den Obstbau/Blüte aus. Jetzt hochfrequentierte Wege erhielten keinen Übergang und völlig bedeutungslose ein mächtiges Überführungsbauwerk, was südlich derOrts-umfahrung im Nichts lande.

Die Betroffenheit von Pächtern und Eigentümern verdeutlichte Landwirt Erhard Karrer. Umwege und reduzierte Fläche führen zu Zeit- und Einkommensverlusten, mit dem Straßenbau gehe eine Wertminderung der Immobilien und Wohnqualität einher. Die Verkäuflichkeit der nahe der Ortsumfahrung produzierten Produkte stehe vor immer schärferen Gesetzen, was Rückstände angeht. Auch das Kleinklima verändere sich und die Hanglage in Bermatingen werde verlärmt.

„Unser Lebensraum wird beeinträchtigt“, zählte Gasch die Bereiche Wasser, Boden, Klima, Tiere, Pflanzen, den Erholungsraum und das stark veränderte Landschaftsbild auf. Schützende Deckschichten würden abgetragen, die bisher freie Blickbeziehung Bermatingen-Ahausen zerstört. „Eine Ortsumfahrung löst keine Probleme, sie verlagert sie nur“, sagte Gasch.

Die Bemühungen der Planer bezüglich Ausgleichsflächen zweifelte der Biologe Heiner Bühler an. Aus feuchten Wiesen würden etwas feuchtere, kleine Maßnahmen wie Totholzinsel und Ackerrandstreifen stünden in keiner Beziehung zueinander. Er erkenne kein landschaftliches Entwicklungskonzept. „Ist eine solche Fläche überhaupt auszugleichen?“, fragte er und fürchtet die Gefährdung des Trinkwassers durch angekratzte Altlasten.

Zweifel an den Zahlen äußerte Bob Jürgensmeyer, der auf die vergeblichen Aufforderungen der Bürgerinitiative an die Gemeindeverwaltung verwies, die Anzahl der Pendler auszumachen, um bessere Voraussagen treffen zu können. Er prognostizierte mit der Ortsumfahrung eine Zunahme und Verlagerung des Verkehrs von der seenahen B 31 ins Hinterland und forderte Gegner wie Befürworter auf, beim Regierungspräsidium Tübingen Einwendungen und Anregungen gegen und zur Verbesserung der Trasse einzureichen.